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November: innere Prozesse beim Loslassen

November: innere Prozesse beim Loslassen

Der November lädt ein, Abschied zu nehmen. Warum dabei Wut und Trauer auftauchen, wie die Wut uns hilft, Grenzen zu ziehen, und weshalb die Trauer der Weg zum inneren Frieden ist.

Der November lädt ein, Abschied zu nehmen. Warum dabei Wut und Trauer auftauchen, wie die Wut uns hilft, Grenzen zu ziehen, und weshalb die Trauer der Weg zum inneren Frieden ist.

Herbstlicher Waldweg im Novembernebel

Im November sind wir eingeladen, uns wieder stärker nach innen zu wenden und Abschied zu nehmen: von Menschen, von Situationen, die uns nicht mehr guttun, von Erwartungen. Die inneren Prozesse, die mit diesem Abschiednehmen und Loslassen verbunden sind, brauchen eine wohlwollende Hinwendung zu den Emotionen und inneren Anteilen, die sich dabei zeigen.

Die Wut als Kraft

Oft gehören Begleitemotionen wie Wut oder Traurigkeit dazu. Die Wut ist eine Kraft, die uns helfen kann, Grenzen zu ziehen, auch rückwirkend, zum Beispiel gegenüber deinen Eltern.

Ich selbst bin durch intensive Prozesse der Wut und Aggression gegangen. Sie haben mich mit meiner inneren Teenagerin in Kontakt gebracht, die nie die Chance hatte, sich wirklich von ihren Eltern abzugrenzen, besonders von meinem Stiefvater, und ein klares Nein zu setzen. Das war mit sehr starker Gewalt meines Stiefvaters gegen mich verbunden.

Mit der Zeit konnte ich einen heilsamen Zugang zu dieser Wut finden und sie relativ kontrolliert herauslassen. Dem waren bereits einige andere intensive Auseinandersetzungen mit dem Thema vorausgegangen. Heute spüre ich immer wieder eine schöne, ruhige Kraft und Präsenz in mir und ein klares Wissen: „Ich darf Nein sagen und für mich einstehen.“

Unter der Wut liegt die Trauer

Nach der Schicht der Wut, oft auch der Schuld und Scham, zeigt sich häufig eine tiefe Trauer. Die Trauer darüber, was wir nicht gelebt haben. Die Trauer über den Abschied von Menschen und von Lebenskonzepten, die nicht mehr passen. Sie ist wichtig und braucht unbedingt genügend Raum.

Es ist heilsam und befreiend, die Trauer zuzulassen, statt im Groll, in Vorwürfen und Schuldzuweisungen stecken zu bleiben. Der Groll führt nicht zu Heilung, innerem Frieden und zu deiner Wesensessenz. Der Trauerprozess schon.

Du darfst dir Begleitung holen

Bei manchen Themen wünschst du dir während des Heilungsprozesses vielleicht eine einfühlsame Begleitung. Das halte ich für sehr sinnvoll. Vielleicht hast du schon eine solche Begleitung, vielleicht suchst du noch. Auch ich biete traumasensible Einzelbegleitung an, mehr dazu unter Begleitung.

Wie Loslassen gelingen kann, beschreibe ich auch in meinem Artikel Loslassen lernen: warum es so schwer ist und was wirklich hilft. Dort findest du Anregungen und Fragen, die dich unterstützen, deinen ganz eigenen Prozess des Loslassens oder auch des Abschiednehmens von Verstorbenen zu gestalten.

Ich wünsche dir einen heilsamen November.

Alles Liebe

Ulrike

Wenn du tiefer gehen möchtest

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In einem kostenlosen Kennenlerngespräch schauen wir gemeinsam, ob eine Begleitung für dich passt. Oder du liest weiter im Blog.