Blog

Wenn Selbstliebe den tiefsten Schmerz sanft umhüllt: Begegnung mit meiner inneren Teenagerin

Wenn Selbstliebe den tiefsten Schmerz sanft umhüllt: Begegnung mit meiner inneren Teenagerin

Ein persönlicher Einblick in einen Heilungsmoment mit meiner inneren Teenagerin und warum Selbstliebe bedeutet, dem Schmerz Raum zu geben, statt gegen ihn anzukämpfen.

Ein persönlicher Einblick in einen Heilungsmoment mit meiner inneren Teenagerin und warum Selbstliebe bedeutet, dem Schmerz Raum zu geben, statt gegen ihn anzukämpfen.

Junges Mädchen steht allein in einem weiten Kornfeld

Warum machst du all die innere Arbeit?

Bitte halte einen kurzen Moment inne und lass die Frage in dir wirken. Vielleicht magst du dir Zeit nehmen und sie entspannt mit ein paar geschriebenen Zeilen beantworten. Ohne besonders schlaue Sätze liefern zu müssen. Lass lieber aus deinem Inneren aufsteigen, was dich wirklich motiviert, was dich antreibt. Und erkenne darüber, was deine volle, liebevolle Aufmerksamkeit ruft.

Die letzten Tage habe ich mich wieder sehr zurückgezogen. Ich fühle noch die Energie des Jahres der Schlange. Der Häutungsprozess geht weiter, seit Mitte Dezember noch einmal in einer anderen Qualität. Einer anderen Tiefe. Und Intensität. Schicht um Schicht geht es tiefer, mehr Schmerz und Wut werden freigelegt. Nach diesen Prozessen spüre ich die wachsende Verbundenheit zu mir und zu meinen inneren Anteilen. Mehr inneren Frieden. Mehr Ruhe. Mehr wirkliche Verbindung mit mir. Und mit dem, was uns alle umfließt, beschützt und heilt.

Heute Morgen habe ich mich wieder schwer und traurig gefühlt. Ich bin mit einem Kakao-Ritual in den Tag gestartet und habe die Spirits und besonders Mama Kakao um Heilung und Führung gebeten. Und dann: Loslassen. Hingabe an das, was sich zeigt.

Begegnung mit meiner inneren Teenagerin

Bei mir zeigte sich heute die tief verletzte und einsame Teenagerin. Die Umstände, in denen sie damals funktionieren und überleben musste, waren wirklich hart. Die Ausreise aus Weimar. Der komplette Bruch mit dem Freundeskreis, als gerade Dreizehnjährige, die langsam zur jungen Frau erblühte. Dann der Wechsel in ein völlig unsicheres Umfeld. Das wirklich Schwierige war mein Zuhause. Gewalt. Ablehnung. Nichts konnte ich meinen Eltern recht machen, und trotzdem wurde mir sehr viel Verantwortung aufgebürdet. Die Schule war genauso unsicher. Es gab keinen Zufluchtsort mehr, außer den Feldern außerhalb des Dorfes.

Und heute habe ich, die Erwachsene, nicht mehr dagegen angekämpft. Nicht gegen den tiefen Schmerz, den dieser Teenager-Anteil trägt.

Es war eine liebevolle Hingabe. Einen Raum schenken für den Schmerz, die Verzweiflung, die Überforderung und die tiefe Einsamkeit dieser Teenagerin. Bei allen leidvollen Gefühlen fühlt sich das auch schön und heilsam an.

Ich, die Große, habe der Teenagerin sehr genau zugehört und mich ihr ganz liebevoll zuwenden können. Sie durfte alles aussprechen und durchfühlen, was damit verbunden war. Ich habe auch die Verantwortung an meine Eltern zurückgegeben, insbesondere an meine Mutter, und den Platz des Kindes im Familiensystem eingenommen. Es war ein stimmiger Prozess, im Flow, ohne Ergebnisorientierung.

Und vor allem: ohne auch nur eines dieser Gefühle oder Gedanken wegmachen zu wollen.

Das Heilsame heute war, dass ich tief spüren konnte, wie dieser Teenager-Anteil aufatmete. Sie durfte genau so da sein, wie sie ist. Und ich als Erwachsene bin in wohlwollendem, zugewandtem Kontakt mit ihr. Es fühlt sich sehr innig an, sehr heilsam. Endlich. Kein Ankämpfen, kein Anstrengen, kein Anders-haben-Wollen als das, was jetzt da ist und sich zeigt.

Was liebevolle Selbstbeachtung bedeutet

Das ist liebevolle Selbstbeachtung. Das ist wachsende Selbstliebe. Und genau das ist letztlich der Heilungsprozess: wirklich mit dem zu sein, was sich zeigt. Ohne sich in Gedanken zu verstricken. Ohne auf ein Ziel hinzusteuern. Sondern einen liebevollen Raum zu öffnen, in dem die versehrten Anteile einfach sein dürfen.

Genau das biete ich in der Einzelbegleitung an. Mit dem zu sein, was sich im Jetzt zeigt, ohne schnell zum nächsten Schritt zu springen. Es ist ein Langsamwerden, Raumgeben, Präsentsein, Willkommenheißen. In einem Raum ohne Beurteilung. Dort geschieht die Heilung, ganz ohne Anstrengung.

Kein „Diesen Anteil, dieses Gefühl will ich nicht haben.“
Sondern: „Ja, du bist willkommen.“
„Du darfst so sein, wie du jetzt bist.“
Und ich bin da. Ich bin bei dir und mit dir. Als die Große.

Das ist alles.

Das nährt dich und deine Anteile auf einer tiefen Ebene. Dann wird dieses tiefe Durchatmen spürbar, ein Ausatmen. Innere Strukturen können sich neu ordnen. Die versehrten Anteile können nachreifen und eine neue Kreativität, Freude und Lebendigkeit entfalten, ohne den alten Ablehnungen weiter ausgeliefert zu sein. Dann geschieht Nervensystemregulation wie von allein.

Wie du selbst beginnen kannst

Die wichtigste Voraussetzung: Du als Erwachsene entwickelst nach und nach eine innere Haltung des liebevollen, interessierten Zugewandtseins zu dem, was sich in deinem Inneren zeigt.

Und du gehst genau mit dem, was sich zeigt. Wenn du noch nichts fühlst, dann fühle das. Wie fühlt es sich an, nichts zu fühlen? Was zeigt sich dahinter? Erforsche das. Frage dich zum Beispiel: Was schütze ich hier gerade?

Und wenn du viel fühlst, auch viel Schmerz, dann frage den Anteil: Was bedrückt dich? Was brauchst du? Und schenke ihm das, als die Große, die du bist.

Das war und ist mein Heilungsweg. Ich war über viele Jahre meiner Kindheit und Jugend mit einer unfassbaren Lieblosigkeit und Ablehnung konfrontiert. Ich musste lernen, immer mehr in eine liebevolle innere Haltung mir selbst gegenüber hineinzuwachsen. Ohne in die Falle der Selbstoptimierung zu treten. Genau das nicht mehr.

Ich wünsche dir von Herzen einen wirklich tiefen Heilungsweg und ein tiefes, liebevolles Verbundensein mit dir.

Wenn dich diese Zeilen berühren, findest du mehr über meine traumasensible Einzelbegleitung unter Begleitung. Und regelmäßig gibt es Online-Workshops zu Themen der Traumaheilung, die aktuellen Termine stehen unter Workshops.

Alles Liebe

Ulrike

Wenn du tiefer gehen möchtest

Wenn du tiefer gehen möchtest

In einem kostenlosen Kennenlerngespräch schauen wir gemeinsam, ob eine Begleitung für dich passt. Oder du liest weiter im Blog.