Blog

Weibliche Archetypen: eine Einführung

Weibliche Archetypen: eine Einführung

Was Archetypen sind, warum es sich lohnt, die weiblichen zu kennen, und wie sie sich als innere Anteile verstehen lassen, die durch frühe Erfahrungen geprägt wurden.

Was Archetypen sind, warum es sich lohnt, die weiblichen zu kennen, und wie sie sich als innere Anteile verstehen lassen, die durch frühe Erfahrungen geprägt wurden.

Nachdenkliche junge Frau mit Schal, Spiegelung in einer Fensterscheibe

Königin, Kriegerin, Liebende, Heilerin: Sobald wir diese Worte hören, entsteht ein Bild in uns. Eine Haltung, eine Ausstrahlung, eine bestimmte Art, im Leben zu stehen. Genau das sind Archetypen.

Was sind Archetypen?

Der Begriff geht auf den Schweizer Psychiater C. G. Jung zurück, den Begründer der Analytischen Psychologie. Archetypen sind Urbilder, die im kollektiven Unbewussten gespeichert sind und die wir aus Märchen, Sagen und Mythen kennen. Sie werden überall auf der Welt verstanden, und sie finden sich in jedem Menschen.

Jeder Archetyp steht für bestimmte Qualitäten, Energien und Rollen. Die Königin zum Beispiel ist im guten Fall eine würdevolle, weise und gütige Frau, die mit Umsicht und Mitgefühl führt. Sie kennt ihren Wert und kann Grenzen setzen, wenn es für sie und die Menschen um sie herum gesund ist. Archetypen erinnern uns an Qualitäten, die bereits in uns schlummern und darauf warten, gelebt zu werden.

Warum es sich lohnt, die weiblichen Archetypen zu kennen

Unsere Gesellschaft belohnt vor allem Leistung, Logik und Aktivität, Qualitäten, die traditionell dem Männlichen zugeschrieben werden. Fühlen, Intuition, Hingabe und das Empfangen, die als weiblich gelten, haben oft wenig Platz. Viele Frauen spüren dieses Ungleichgewicht als Erschöpfung, als das Gefühl, immer funktionieren zu müssen.

Die weiblichen Archetypen können helfen, diese Qualitäten in sich wiederzuentdecken. Wenn wir mit ihnen in Kontakt kommen, erkennen wir, welche Kräfte in unserem Leben schon aktiv sind und welche wir zu uns einladen möchten. So wird unser Handlungsspielraum im Alltag größer und freier.

Archetypen als innere Anteile

Heute verstehe ich Archetypen vor allem auch als innere Anteile. Jede von uns trägt verschiedene Seiten in sich, die unterschiedlich fühlen, denken und handeln. Die Kriegerin, die sich schützt. Die Liebende, die sich öffnen möchte. Die Mutter, die für andere sorgt.

Wenn frühe Erfahrungen überwältigend waren, übernehmen manche dieser Anteile eine Schutzaufgabe. Die Kriegerin ist dann ständig kampfbereit oder darf sich gar nicht zeigen. Die Liebende verschließt sich, um nicht wieder verletzt zu werden. Die Mutter sorgt für alle, nur nicht für sich selbst. Das sind keine Charakterfehler, sondern kluge Überlebensstrategien eines Nervensystems, das damals keinen anderen Weg hatte.

Heilung bedeutet dann nicht, diese Anteile zu bekämpfen, sondern sie mit Neugier und Mitgefühl kennenzulernen. Wenn ein Anteil spürt, dass er heute sicher ist, kann er sich entspannen, und seine ursprüngliche Qualität kommt wieder zum Vorschein. Die Kriegerin schützt, ohne anzugreifen. Die Liebende öffnet sich, ohne sich zu verlieren.

Diese Arbeit mit inneren Anteilen ist ein wichtiger Teil meiner Begleitung.

Drei Archetypen genauer kennenlernen

2018 habe ich in Heidelberg mit einer kleinen Gruppe von Frauen ein Jahr lang zwölf weibliche Archetypen erforscht: die wilde Frau, die Kriegerin, die Priesterin, die Mutter, die Weggefährtin, die Heilerin, die Liebende, die Künstlerin, die Jungfrau, die alte Weise, die Wandlerin und die Königin. Drei von ihnen stelle ich dir hier genauer vor:

In meinen Workshops begegnen sich die Archetypen bis heute, oft im Körper und manchmal im Trance Tanz. Aktuelle Termine findest du unter Workshops.

Wenn du tiefer gehen möchtest

Wenn du tiefer gehen möchtest

In einem kostenlosen Kennenlerngespräch schauen wir gemeinsam, ob eine Begleitung für dich passt. Oder du liest weiter im Blog.